Unter folgenden Links können Sie alle Teile der Petition
als PDF herunterladen. Unterschriebene Listen faxen Sie bitte an 06073-89315. Natürlich würden
wir uns sehr freuen, wenn Sie die Liste komplett gefüllt zurückschicken, im Zweifel zählt aber
jede einzelne Unterschrift.
Pedition.pdf, Unterschriftenliste.pdf,
Schicksals
des Panchen Lama.pdf,
Petition in Kürze.pdf,
Antwort Petitionsausschuss.pdf
Bisher konnten wir 613 Unterschriften sammeln (Stand: Freitag 18.04.2008 08:00 Uhr).
Am Donnerstag dem 17.04.2008 haben wir eine Antwort vom Peditionsausschuss erhalten (s. Links). Die Petition trägt die Nummer "Pet 3-16-05-104-037451". Die Gesamtliste der Unterschriften schicken wir am Samstag los.
Vielen Dank an alle, die uns unterstützt haben. Es war schön zu erleben, wie sich auch uns vollkommen unbekannte Personen immer wieder für unsere Sache angagiert haben.
Nachfolgend finden Sie die Pedition im
exakten Wortlaut:
Christian Sommer ◦
Müllerweg 1 ◦ D-64850 Schaafheim
An den
Deutschen Bundestag
Petitionsausschuss
Platz der Republik 1
11011 Berlin
24.03.2008
Petition
an den Deutschen Bundestag
Persönliche Daten
Anrede: Herr
Name: Sommer, geb. Aulbach
Vorname: Christian
Anschrift: Müllerweg 1
PLZ
/ Ort: 64850
Schaafheim
Telefon: 06073 – 689 880
E-Mail: chris@familiesommer.net
Anlass der Beschwerde
Das Verhalten der deutschen Bundesregierung sowie des
auswertigen Amtes gegenüber der VR China und den durch die Chinesen begangenen
Menschenrechtsverletzungen in der autonomen Region Tibet sowie den angrenzenden
Provinzen (Xinjiang, Qinghai, Gansu, Sichuan)
Des Weiteren das diesbezügliche Verhalten des IOC und
die fehlenden Kritik der deutschen Regierung daran
Ziel der Petition
- Nachdrücklichere Forderung der Aufnahme
diplomatischer Gespräche zwischen VR China und dem Dalai Lama durch
Bundesregierung und Außenministerium
- Offizielle scharfe Verurteilung der
Vorgehensweise der VR China und Anerkennung der friedlichen Haltung des Dalai
Lama
- Zusicherung der vollen Unterstützung der
Bundesregierung für die Partei, welche eine friedliche Lösung anstrebt (zur
Zeit der Dalai Lama und die tibetische Exilregierung in Dharamsala, Indien)
- Aufbau von wirtschaftlichem und politischem
Druck gegenüber der VR China zur Erreichung folgender Ziele:
a.
Freilassung der 15 Mönche, welche am 10. März
2008 auf Grund der Ausübung ihrer Meinungsfreiheit nach einer friedlichen Demonstration
inhaftiert wurden:
Kloster Lungkar, Provinz Qinghai
Samten, 17 Jahre,
Trulku Tenpa Rigsang, 26 Jahre
Gelek Pel, 32 Jahre
Kloster Onpo, Provinz Sichuan
Lobsang,15 Jahre,
Lobsang Thukjey, 19 Jahre
Tsultrim Palden, 20 Jahre
Lobsher , 20 Jahre
Phurden, 22 Jahre
Thupdon, 24 Jahre
Lobsang Ngodup, 29 Jahre
Lodoe, 30 Jahre
Kloster Darthang
Thupwang, 30 Jahre
Pema Garwang, 30 Jahre
Tsegyam, 22 Jahre, Kloster Kashi
Soepa, 30 Jahre , Kloster Mangye
b.
Freilassung des Panchen Lama beziehungsweise die
Aufklärung seines Verbleibens durch ein unabhängiges internationales Komitee
(s. Anhang)
c.
Abzug aller militärischen Kräfte aus Tibet und
den angrenzenden Provinzen, soweit diese zur Niederschlagung des Aufstandes der
ethnischen Minderheit eingesetzt werden
d.
Wahrung der Verhältnismäßigkeit der Mittel bei
dem Vorgehen der chinesischen Regierung gegenüber den Tibetern; insbesondere
kein Einsatz von Schuss- oder anderen tödlichen Waffen
e.
Freier und vollständiger Zugang von
internationalen unabhängigen Beobachtern, wie Journalisten, Angehörigen von
Menschenrechtsorganisationen und Vertretern der Vereinten Nationen zu allen
Orten der Zusammenstöße, zu Augenzeugen sowie Inhaftierten
f.
Boykott beziehungsweise Verlegung der
Olympischen Spiele in ein anderes Land, welches die Menschenrechte und die
fundamentalen Freiheiten des Menschen achtet
g.
Beendigung der Verleumdung des Dalai Lamas und
Akzeptanz der persönlichen Religionsfreiheit durch die chinesische Regierung
h.
Forderung eines internationalen
Untersuchungsausschusses, der die Vorgänge in China nach folgenden
Schwerpunkten untersucht und überwacht:
-
Rechtmäßigkeit der durchgeführten Verhaftungen
-
Behandlung der Inhaftierten
-
Rechtmäßigkeit in diesbezüglichen Gerichtsverhandlungen
-
Vorgehen der chinesischen Regierung gegenüber der tibeti-schen Aufständischen
und der dabei eingesetzten Mitteln
-
Propagandaprogramm der chinesischen Regierung hinsichtlich der Abkehr vom Dalai
Lama
-
Enteignungen
-
Sperrungen beziehungsweise Schließungen von tibetischen Klöstern
Mittel zum Aufbau von wirtschaftlichem
und politischem Druck
1.
Forderung an das IOC zur Verlegung der
Olympischen Spiele
2.
Boykott der Olympischen Spiele auf chinesischem
Boden
3.
Abbruch aller wirtschaftlichen Beziehungen zur
VR China
4.
Notfalls Ausweisung aller chinesischen
Diplomaten aus der Bundesrepublik Deutschland
Begründung der Petition
Die Achtung und
der Schutz der Menschenrechte ist ein zentraler Punkt des deutschen Grundgesetzes,
wird in den Artikeln eins bis sieben jedoch explizit als Recht jeglicher
menschlichen Vereinigung ausgewiesen und sollte somit auch für das tibetische
Volk gelten.
Erst ab dem 8.
Artikel wird auf Rechte „Deutscher“ verwiesen. Diese Sichtweise ist offizielle
Aussage der deutschen Bundesregierung gemäß der Webseite des Auswärtigen Amtes:
„Achtung und Ausbau der
Menschenrechte sind ein zentrales Anliegen der Politik der Bundesregierung.
Deutsche Menschenrechtspolitik in den internationalen Beziehungen folgt einer
konkreten Verpflichtung: Menschen vor Verletzungen ihrer Rechte und
Grundfreiheiten zu schützen und tragfähige Voraussetzungen dafür zu schaffen,
dass Unterdrückung, Willkür und Ausbeutung keine Chance mehr haben.
Dieser Anspruch ist vom Grundgesetz
abgeleitet. In dessen erstem Artikel werden die Menschenrechte als Grundlage
jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt
genannt. Damit weist der Text gleichzeitig auf den internationalen Bereich.“
Quelle: http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Aussenpolitik/Themen/Menschenrechte/GrundsaetzeMRpolitik.html
Als
grundsätzliche Prinzipien der deutschen Menschenrechtspolitik wird dort
folgendes angegeben:
- Im Mittelpunkt der
Menschenrechtspolitik steht die Sorge um den Menschen. Dabei macht
Menschenrechtsschutz keinen Unterschied zwischen Deutschen und
Nichtdeutschen, zwischen Angehörigen von Mehrheiten und Minderheiten.
- Menschenrechte sind unteilbar und
dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Ziel deutscher
Menschenrechtspolitik ist die weltweite Durchsetzung und Sicherung der
ganzen Bandbreite der bürgerlichen, politischen, wirtschaftlichen,
sozialen und kulturellen Menschenrechte.
- Die Bundesregierung tritt für die
universelle Geltung der Menschenrechte und damit gegen eine kulturelle
Relativierung des Menschenrechtsbegriffs ein. Gleichzeitig lehnt sie
Überheblichkeit gegenüber anderen Kulturen und Feindbilder entschieden ab.
- Massive Menschenrechtsverletzungen
gefährden oder zerstören internationale Stabilität und Sicherheit, sie
schaden dem wirtschaftlichen Wohlstand der Staaten und ihrer
wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung. Hingegen setzen der Schutz und
die Förderung aller Menschenrechte menschliche Ressourcen, Kreativität und
Energien frei, und dienen der Stabilität, dem Frieden und der Entwicklung.
Menschenrechtsschutz und -förderung liegen daher im politischen Interesse
der aller Staaten.
- Wo Menschen anders vor Verletzungen
ihrer Rechte und Grundfreiheiten nicht geschützt werden können, müssen internationale
Kontrolle, internationaler Druck und öffentliche Kritik als Mittel zur
Durchsetzung dienen.
Quelle:
http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Aussenpolitik/Themen/Menschenrechte/GrundsaetzeMRpolitik.html#t3
Darüber hinaus
hat sich die deutsche Bundesregierung in zahlreichen Verträgen zur
internationalen Wahrung der Menschenrechte verpflichtet (z. B.
Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen). Hieraus folgt eine unmittelbare
vertragliche Verpflichtung der Bundesregierung zur Wahrung der Menschenrechte.
Aufgrund der
mangelnden Distanzierung der deutschen Bundesregierung von der Führung der VR
China billigt sie das menschenrechtsverachtende Handeln der chinesischen
Regierung.
Dialog und
diplomatische Beziehungen sind zwar wichtig, sollten jedoch nicht vorwiegend
aus wirtschaftlichen Gründen geführt werden, sondern als Mittel zur Wahrung der
Menschenrechte dienen! Die
Menschenrechte und Grundfreiheiten werden durch unser Grundgesetz ganz klar
über wirtschaftliche oder finanzielle Interessen gestellt. Da dies ein
Grundgerüst des gesamten deutschen Staates darstellen soll, müssen diese
Prinzipien auch in unserer Außenpolitik entsprechend vertreten werden.
Kenntnisnahme
Von den allgemeinen
Bedingungen zum Petitionsverfahren gemäß der Webseite des deutschen Bundestages
habe ich Kenntnis genommen.
Ich bin mit der
Nennung meines Namens einverstanden, falls der Petitionsausschuss meine
Petition im Rahmen seiner Presse- und Öffentlichkeitsarbeit nutzt.
Mit freundlichen
Grüßen
Christian Sommer
Anlagen
- Unterschriftenliste
von Unterstützern der Petition
(gemäß den Empfehlungen zur
Einreichung einer Petition wird diese als Kopie beigefügt, auf Anfragen wird
das Original nachgereicht)
- Beschreibung des Schicksals des Panchen Lama